Zwölf Mio. Deutsche erwartet Rente unter Hartz-iV-Niveau

Verdi-Chef Frank Bsirkse rechnet damit, dass einem Drittel der Arbeitnehmer in der Bundesrepublik eine Altersarmut droht. Wie kommen diese erschreckenden Zahlen zustande?
Bsirske weist darauf hin, dass in der Bundesrepublik elf bis 12 Millionen Arbeitnehmer von aktuell fast 32 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf Rentenbezüge auf Hartz-4-Niveau zusteuerten. Sie sind demzufolge massiv von einer Altersarmut bedroht. Zu diesem Ergebnis kommt Bsirske durch eine simple Rechnung. Wer über 35 Jahre weniger als 2500 Euro verdient, hat am Ende einen gesetzlichen Rentenanspruch, der unter der derzeitigen Grundsicherung von 750 € liegt. Das ist zumindest dann der Fall, wenn das Rentenniveau auch weiterhin abgesenkt wird.
Die Rechnung ist durchaus komplizierter als es hier dargestellt wird. In der Regel bleibt das Gehalt eines Arbeitnehmers aber nicht über 35 Jahre gleich. Dennoch wird so das Problem deutlich. Schon seit einiger Zeit machen die Gewerkschaften bei diesem Thema Druck. Aus Sicht der Gewerkschaften ist der Plan, das Rentenloch über eine private Riester-Rente zu schließen, gescheitert. Aus Sicht der Gewerkschaften wäre deshalb eine Anhebung – und nicht eine Senkung – der Rente die logische Konsequenz.
Dass das nicht ganz billig wird, ist klar. Daher hagelt es auch prompt Kritik von den Arbeitgebern, die diesen Vorschlag nicht unterstützen. Bleibt abzuwarten, wer sich zu diesem Thema als nächstes zu Wort melden wird.

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