Weniger Firmenpleiten im ersten Halbjahr 2015

Deutlich zurück gegangen ist im ersten Halbjahr 2015 die Zahl der Firmenpleiten in der BRD. Die anziehende Konjunktur ist einer der Gründe dafür.

11.558 Insolvenzen im ersten Halbjahr in der Bundesrepublik

In Deutschland mussten im ersten Halbjahr 2015 11.558 Betriebe Insolvenz anmelden. Das sind insgesamt 3,9 Prozent weniger als noch vor Jahresfrist. Veröffentlicht wurden diese Zahlen in den vergangenen Tagen vom Statistischen Bundesamt.
Von den Insolvenzen betroffen waren insbesondere Handelsbetriebe. Darunter auch Baufirmen und Autowerkstätten. Überdurchschnittlich oft zum Amtsgericht gehen müssen jedoch auch Freiberufler und Anbieter von technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen.

Forderungen sanken auf unter neun Mrd. Euro

In der Summe sanken die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bis Ende Juni auf 8,9 Milliarden EUR. Im ersten Halbjahr 2014 hatte dieser Wert noch bei 14,6 Milliarden € gelegen.

Auch für das Gesamtjahr wird in Deutschland ein Rückgang erwartet

Auch in Bezug auf das Gesamtjahr rechnen die Experten mit einem Rückgang der Firmenpleiten in Deutschland. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rechnet alles in allem mit lediglich zwischen 23.000 und 24.000 Insolvenzen. Im Vorjahr gab es in der Bundesrepublik noch 24.030 Insolvenzen. Das derzeitige solide Wachstum der deutschen Wirtschaft ist ein Grund für den Rückgang. Im zweiten Quartal stieg das BIP um 0,4 Prozent. Ebenfalls für Schwung sorgen dürfte in diesem Jahr die Inlandskonjunktur. Denn Dank der guten Lage am Arbeitsmarkt geben die Konsumenten mehr Geld aus. Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland sank im ersten Halbjahr 2015 ebenfalls um gut 8 Prozent auf 40.321.

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