Schulden bei öffentlichen Gläubigern – Was muss ich wissen?

Schulden bei öffentlichen Gläubigern

Zahlreiche Schuldner wissen nicht, was alles unter dem Begriff öffentliche Gläubiger zusammengefasst wird. Beispielsweise

  • Bundesbehörden (Bundesagentur für Arbeit)
  • Landesbehörden (Finanzamt, Landesoberkasse),
  • Kommunen (Stadtverwaltung, Landkreis),
  • Sozialversicherungsträger (Jobcenter, Krankenkasse),
  • oder aber die Rundfunkanstalten

gehören dazu. Vielen ist dabei nicht bekannt, dass eine Behörde zur Durchführung einer Zwangsvollstreckung weder ein Gericht noch einen Gerichtsvollzieher benötigt.

Überprüfen Sie sämtliche Bescheide rechtzeitig

Weil das Thema „Schulden bei öffentlichen Gläubigern“ sehr umfangreich ist, können hier nur die wichtigsten Aspekte erklärt werden. Was unzählige Schuldner nicht wissen ist, dass bei öffentlichen Gläubigern der rechtsgültige Bescheid Ausgangspunkt der Vollstreckung ist. Es ist daher sehr wichtig, sämtliche Bescheide zeitnah zu kontrollieren und gegebenenfalls Widerspruch einzulegen. Meist liegt die Frist dafür bei einem Monat. Es empfiehlt sich deshalb, frühzeitig Kontakt zu einer Schuldnerberatung aufzunehmen. Denn diese kann Ihnen unter anderem bei der Begutachtung der Bescheide helfen.

Handeln Sie rechtzeitig

Vollstreckungsbehörden gibt es dabei mehrere. Hier lassen sich die „Vollstreckungsstelle“ (Finanzamt), „Kassen“ (Stadt-/Kreiskasse) sowie das „Hauptzollamt“ nennen. Als Schuldner muss man wissen, dass sie alle selbst Überweisungs- und Pfändungsbeschlüsse erlassen können. Wichtig ist es, den möglichen Briefwechsel in Sachen Stundung, Ratenzahlung, Erlass oder Niederschlagung auf alle Fälle stets mit der Ursprungsbehörde zu führen. Am besten mit einer Abschrift für die Vollstreckungsbehörde.

Rechtzeitige Verhandlung mit öffentlichem Gläubiger wichtig

Einige Vollstreckungsbehörden senden dem Schuldner mit der Vollstreckungsankündigung einen Auskunftsbogen zu. Meist stellt die Behörde den Vorgang dann ein, wenn die Vermögenslosigkeit nachgewiesen wird. Sie sollten jedoch stets Ratenzahlungen, einen Vergleich und/oder unter Nachweis der vorübergehenden Zahlungsunfähigkeit eine Stundung beantragen. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit eine Niedeschlagung zu beantragen. Ein Erlass ist im Unterschied dazu in den seltensten Fällen erfolgreich.

Holen Sie sich Unterstützung bei einer Schuldnerberatung

Die Schwierigkeit dieses Themas zeigen bereits die verschiedenen Vollstreckungsbehörden und die hierbei möglichen Reaktionen des Schuldners auf. Es ist von daher immer angebracht, die Hilfe einer Schuldnerberatung anzunehmen. Diese kann Ihnen nicht nur die besten Lösungswege aufzeigen, sondern Ihnen unter anderem dabei helfen alle Fristen zu wahren.

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