Rechtsanspruch auf Girokonto

Verbraucher haben seit dem 19.06.2016 einen Anspruch auf ein sogenanntes Basiskonto. Die Kreditwirtschaft in Deutschland ist somit nun in der Pflicht, die oftmals sehr teuren Jedermann-Konten in entsprechende Basiskonten umzuwandeln.

1 Millionen Menschen haben Anspruch auf Konto

Für die meisten Menschen in Deutschland ist ein Konto selbstverständlich. Doch insbesondere für Obdachlose und Asylbewerber war der Besitz eines Girokontos bisher unvorstellbar. Dabei ist ein Konto existenziell wichtig, denn in der BRD können ohne ein Konto zahlreiche Verträge (beispielsweise Miet- oder Handyvertrag) gar nicht abgeschlossen werden. In der Summe sollen circa 1 Mio. Menschen jetzt auch ein Recht auf ein Basiskonto haben.

Was ändert sich durch das neue Gesetz?

Mit dem Zahlungskontengesetz wird in der BRD eine Richtlinie der EU umgesetzt, die Geldhäuser dazu verpflichtet, auch Personen ohne festen Wohnsitz ein Basiskonto auf Guthabenbasis zu gewähren. Voraussetzungen für ein entsprechendes Konto ist lediglich der legale Aufenthalt in der Europäischen Union. Wie bei anderen Konten auch können dann Überweisungen, Einzahlungen und Abhebungen erfolgen. Nur ein Überziehen des Kontos ist nicht möglich.
Darüber hinaus müssen seit dem neuen Gesetz die Kontogebühren von den Banken veröffentlicht werden. Verbraucher sollen so verschiedene Bankinstitute und Angebote besser miteinander vergleichen können. Auch der Wechsel von einer zu anderen Bank soll den Verbrauchern erleichtert werden.

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