Lohnabtretung und Lohnpfändung

Lohnabtretung und Lohnpfändung

Überaus unangenehm sind zahlreichen Schuldnern insbesondere Lohn- und Gehaltspfändungen. Denn jetzt erfährt auch der Chef von der finanziellen Zwangslage. Und schnell kommt dann bei vielen Schuldnern die Frage auf, warum sie überhaupt noch arbeiten gehen sollen wenn doch sowieso alles was sie verdienen gepfändet wird.

Kündigung aufgrund von Pfändung möglich?

Nur wegen einer Lohnpfändung darf ein Beschäftigungsverhältnis nicht gekündigt werden. Eine besondere Ausnahme stellen hier Mitarbeiter in besonderer Stellung (Kassierer, Prokurist und so weiter) dar. Allerdings ist es immer ratsam, eine Schuldnerberatung aufzusuchen und eine mögliche Gehaltspfändung zu vermeiden.

Wie hoch ist die Lohnpfändung?

Wie sie beim Arbeitgeber eingehen werden die Pfändungen der Reihe nach berücksichtigt. Dabei empfiehlt es sich immer die Pfändung des Lohnes zu prüfen, da sich dort sehr schnell Rechenfehler einschleichen. Basis der Pfändung ist der Nettolohn. Die Höhe der Pfändung richtet sich nach der Höhe des Lohns wie auch der Anzahl der Angehörigen an die Unterhalt gezahlt werden muss. Pfändbar sind neben dem Lohn an sich Einkommen aus Überstunden zur Hälfte sowie das Weihnachtsgeld bis zu einer gewissen Grenze. Zudem sind Zuschläge für Schichtarbeit, Arbeit an Sonn- und Feiertagen, der geldwerte Vorteil für die Möglichkeit der privaten Nutzung eines Dienstautos und Essenszuschüsse voll pfändbar.

Anhebung und Änderung der Pfändungsgrenzen

Eine Abänderung der normalen Pfändungsgrenzen ist in einigen Fällen möglich. Eine Abänderung muss jedoch beantragt werden, bevor das Vollstreckungsgericht dann darüber entscheidet. Auf Antrag kann das Vollstreckungsgericht auch den pfändbaren Lohnanteil verringern. Besondere berufliche Werbungskosten, Krankheitskosten usw. können hierfür die Gründe sein. Fragen Sie schnell bei Ihrer Schuldnerberatung nach.

Lohnabtretung

Zur Sicherung enthalten zahlreiche Kreditverträge eine Lohnabtretung. Durch diese Abtretung ist die Bank berechtigt, vom Arbeitgeber des Schuldners den pfändbaren Lohnanteil einzuziehen, falls der Schuldner nicht mehr zahlen kann. Lohnabtretungen sind bei einigen Arbeitsverträgen durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen ausgeschlossen. Der Arbeitgeber darf in solchen Fällen kein Geld an den Gläubiger abführen.

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