Lebenserwartung auf über 90 Jahre gestiegen

Lebenserwartung liegt bei über 90 Jahre

Die Menschen in Deutschland erreichen ein immer höheres Alter und die Lebenserwartung steigt weiter an. Stand jetzt werden vier von 5 Neugeborenen aus diesem Jahr das 22. Jahrhundert noch erleben. Denn die durchschnittliche Lebenserwartung liegt schon jetzt bei 90 Jahren. Jedes vierte neugeborene Mädchen wird den Prognosen zufolge sogar 100 Jahre alt. Denkt man an das Alter, rücken aber auch Themen wie Rente und Altersarmut immer wieder in den Fokus.
Eckart Bomsdorf, Kölner Statistikprofessor, weist darauf hin, dass der über alle Altersstufen feststellbare Trend der steigenden Lebenserwartung gleichzeitig für einen Anstieg der Rentenbezugsdauer sorgt. Seinen Berechnungen zufolge werden die männlichen Neurentner vom Geburtsjahrgang 1964, wenn sie im Jahr 2031 mit 67 Jahren in Rente gehen, noch eine durchschnittliche Lebenszeit von 20,2 Jahren haben. Bei Frauen sind es sogar 23 Jahre. Sofern sich also nichts an der Rente mit 67 Jahren ändert, werden heutige Babys 25 bzw. 28 Jahre lang den Ruhestand genießen können.

Für die CDU ist die Konsequenz der steigenden Lebenserwartung eine Anhebung der Lebensarbeitszeit. Denn nur wenn die zukünftigen Rentner länger an der Wirtschaft beteiligt werden kann das Rentenniveau etwas entlastet werden. Derzeit liegt das gesetzliche Sicherungsniveau bei 48 % des durchschnittlichen Nettolohns. Doch für die nachfolgenden Generationen muss eine Lösung gefunden werden. Denn sonst sind eine steigende Altersarmut und eine Senkung des Rentenniveaus die Folge. Wie die Politik reagieren wird, bleibt abzuwarten.

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