Girokonto gekündigt

Sobald eine Pfändung des Kontos ansteht bedeutet das meistens Probleme mit der Bank. Im schlimmsten Fall versucht die Sparkasse sogar das Bankkonto des Schuldners zu kündigen. Doch ist dies überhaupt erlaubt? Immerhin besteht außer in NRW bisher kein Recht auf ein Girokonto. Künftig sollen jedoch alle Bürger in der EU ein Basis-Girokonto eröffnen können, auch wenn sie keinen festen Aufenthaltsort haben. Das EU-Parlament stimmte in Straßburg für ein entsprechendes Gesetz, das ab dem Jahr 2016 gelten soll.

Selbstverpflichtungserklärung der Sparkassen und Banken

Mehrere Sparkassen und Banken in Deutschland haben schon vor einigen Jahren in eine Selbstverpflichtungserklärung eingewilligt. Bei diesen Banken und Sparkassen wird den Kunden, denen ein normales Bankkonto verweigert wird, dann ein sog. Jedermann-Konto angeboten. Durch dieses spezielle Konto hat jeder Bundesbürger die Möglichkeit, ein Girokonto zu eröffnen.

Das Jedermann-Konto

Menschen, denen wegen Kontopfändung, negativem Schufa-Eintrag oder aus sonstigen Gründen das bisherige Konto gekündigt oder die Einrichtung eines neuen Kontos verweigert wurde, sollen durch ein Jedermann-Konto die Möglichkeit auf ein Girokonto bekommen. Bei einem Jedermann-Konto handelt es sich um ein Konto auf Guthabenbasis. Dieses wird in aller Regel nicht mit einer Kredit- und EC-Karte gewährt. Stattdessen erhalten die Kunden eine Kundenkarte der Bank, mit der sie am Geldautomaten Bargeld abheben können.

Konto trotz Schulden eröffnen

Nicht alle Sparkassen und Banken halten sich an die Selbstverpflichtung. Aus diesem Grund kann es bei Pfändungen dennoch zu Problemen kommen. Es gibt aus diesem Grund einige Sachen, die Sie berücksichtigen sollten.
Am Beginn müssen Sie sich selbstverständlich ein Bankhaus aussuchen. Bei diesem sollten Sie bestenfalls keine Schulden haben. Sollte die Einrichtung eines Guthabenkontos trotzdem verweigert werden, können Sie fragen, wie das Kreditinstitut zur Empfehlung der deutschen Kreditwirtschaft (Selbstverpflichtung) steht. In der Regel hilft es auch, wenn Sie im Gespräch erwähnen, dass Sie sich bereits von einer Schuldnerberatung helfen lassen. Sollte dies auch nicht helfen, können Sie sich auch immer bei der zuständigen Ombudsstelle beschweren. Insgesamt sollten Sie zwar die ganze Zeit selbstsicher, aber auch die ganze Zeit freundlich auftreten.

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