Verbraucherinsolvenzverfahren – und nun?

Schuldner haben es i. d. R. nicht leicht. Besonders dann nicht, wenn sie sich zum ersten Mal in dieser misslichen Lage befinden. Neben dem allgemeinen Druck werden Schuldner mit unzähligen unbekannten Fachwörtern konfrontiert und vieles wirkt einfach nur unverständlich. Um hier etwas Abhilfe schaffen zu können, werden auf unseren Webseiten nach und nach wichtige Fachwörter erläutert. Da das „Insolvenzverfahren“ einer der grundlegendsten Fachwörter in diesem Zusammenhang ist, wird hiermit begonnen. Denn jede Anmeldung zur Insolvenz kann immer ein sogennantes Insolvenzverfahren zur Folge haben.

Das Insolvenzverfahren

Bei einem Insolvenzverfahren handelt es sich in der BRD um ein spezielles Verfahren der Zwangsvollstreckung. Dieses Verfahren wird durch die sogenannte Insolvenzordnung (InsO) geregelt. Die Ziele eines Insolvenzverfahrens sind neben der geordneten Abwicklung der Insolvenz auch die Wiederherstellung der Liquidität. Dies geschieht gewöhnlich bei Firmen durch eine Auflösung, bei natürlichen Personen durch eine Restschuldbefreiung. Während der gesamten Zeit der Insolvenz müssen die Schuldner ein großes Maß an Disziplin und Durchhaltevermögen haben.

Verbraucherinsolvenzverfahren für Privatpersonen

Bei einem Insolvenzverfahren von Privatleuten spricht man von einem sog. Verbraucherinsolvenzverfahren. Dieses bietet überschuldeten Personen die Möglichkeit auf einen wirtschaftlichen Neuanfang. Denn im Rahmen eines dreistufigen Verfahrens können Sie sich innerhalb von sechs bis acht Jahren von ihren Schulden befreien. Beantragt werden muss ein Verbraucherinsolvenzverfahren beim jeweiligen Insolvenzgericht. Standardmäßig handelt es sich hierbei um das für Sie zuständige Amtsgericht. Sie müssen jedoch bereits zahlungsunfähig sein oder aber eine Zahlungsunfähigkeit unmittelbar anstehen. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist es angebracht, bereits vor der Zahlungsunfähigkeit eine Schuldnerberatungsstelle zu kontaktieren. Denn ebendiese kann Ihnen für den Antrag des Insolvenzverfahrens zertifizieren, dass eine außergerichtliche Einigung gescheitert ist (§ 305 Abs 1 Nr. 1 InsO). Zum Abschluss des Verbraucherinsolvenzverfahrens erfolgt die Verwertung des Vermögens des Schuldners, sofern noch welches vorhanden ist. Ist die Verwertung vorüber, wird das Insolvenzverfahren aufgehoben.

Holen Sie sich fachliche Begleitung

Eine fachliche Begleitung vor und während einem Verbraucherinsolvenzverfahren ist wegen der gesetzlichen Vielschichtigkeit mit Sicherheit ratsam. Eine Schuldnerberatung kann Sie Ihnen hierbei nicht nur fachlich beistehen, sondern Sie gleichermaßen vor Stolperfallen und Verfahrensfehlern beschützen.

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Insolvenzverfahren – Was heißt das für mich?
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