Haftbefehl vom Gerichtsvollzieher – Was bedeutet das?

Haftbefehl vom Gerichtsvollzieher

Wenn die Vorladung zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung im Briefkasten liegt, ist das natürlich erst mal ein Schock. Erscheint der Schuldner dann nicht zu dem genannten Termin, kann gegen ihn auf Antrag des Gläubigers ein Haftbefehl erlassen werden. Von daher sollten Schuldner eine solche Vorladung durchaus ernst nehmen.

Was passiert nach dem Haftbefehl?

Bei einem Haftbefehl der aufgrund von Schulden ausgesprochen wird, handelt es sich nicht um einen strafprozessrechtlichen Haftbefehl. Wurde ein Haftbefehl erlassen, versucht der Gerichtsvollzieher zusammen mit der Polizei diesen umzusetzen. Doch anders als bei einem Haftbefehl im Strafrecht wird der Schuldner hier nicht zur Fahndung ausgeschrieben. Letztendlich soll der Schuldner durch die Verhaftung zur Abgabe der Vermögensauskunft gezwungen werden.
Nachdem der Schuldner verhaftet wurde, wird er zwangsweise zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung vorgeführt. Wird diese auch dann noch verweigert, kann der Schuldner in Erzwingungs- oder Beugehaft genommen werden. Diese kann bis zu 6 Monate dauern. Entgegen der Vermutung von vielen Schuldnern reduziert die Haft die Schulden nicht.

Vermögensauskunft vermeidet Haftbefehl

Die Abgabe der Vermögensauskunft vermeidet die Umsetzung des Haftbefehls. Diese kann auch noch stattfinden, wenn der Gerichtsvollzieher bereits zur Vollstreckung der Haft vor der Tür steht. Die Vermögensauskunft kann durch den Gerichtsvollzieher abgenommen werden. Verhaftungen wegen Schulden sind von daher eher selten. Dennoch sollte der Schuldner alles dafür tun, das es gar nicht erst zu einem Haftbefehl kommt. Der Besuch einer Schuldnerberatung ist von daher im Vorfeld schon ratsam.

Haftbefehl vom Gerichtsvollzieher – Was bedeutet das?
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