Erbe ausschlagen

Beim Erben geht es nicht nur um Vermögen, sondern auch um Schulden, die der Erblasser hinterlässt. Wichtig zu wissen ist dabei, dass die Erben auch für die Verbindlichkeiten haften.

Deshalb ist es wichtig, sich möglichst schnell einen Überblick über die finanziellen Verhältnisse des Erblassers zu verschaffen. Falls die Schulden das Vermögen des Erblassers überschreiten, muss beim Nachlassgericht oder einem Notar erklärt werden, ob das Erbe ausgeschlagen wird. Der Erbe muss dabei eine Frist von sechs Wochen ab dem Zeitpunkt, an dem er von dem Erbe erfährt, einhalten. Falls der Erbe diese Frist verstreichen lässt, gilt das Erbe als angenommen. Er haftet dann mit seinem eigenen Vermögen für die Verbindlichkeiten. Das Erbe gilt auch als angenommen, wenn innerhalb der sechs Wochen Gegenstände des Erblassers benutzt oder verkauft werden.


Wer eine Immobilie erbt, erbt auch die dazugehörigen Verbindlichkeiten. Hier kann Ihnen ein Nachlassverwalter helfen. Dieser ordnet die Hinterlassenschaften, stellt Gläubiger zufrieden und begrenzt die Haftung des Erben auf den Nachlass.
Studien zeigen, dass fast jeder vierte Hauseigentümer, der älter als 69 Jahre ist, seine Immobilie noch nicht vollständig bezahlt hat.

Von daher prüfen Sie genau die zu erbenden Vermögensverhältnisse. Verschaffen Sie sich einen Überblick in den Konten und Papieren des Erblassers und erstellen Sie eine Liste der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten. So sehen Sie, ob unter dem Strich etwas übrig bleibt.
Auch bei der Vererbung von Immobilien gilt die Frist von 6 Wochen.

Erbe wegen Schulden ausschlagen