Schuldenquote in Deutschland – Ein Überblick

Die Schuldnerquote in Deutschland hat sich, betrachtet man die vergangenen zehn Jahre, im Großen und Ganzen gering verändert. So wurde die 10-%-Marke zuletzt im Jahr 2007 überschritten. Denn die durchschnittliche Schuldnerquote in Deutschland betrug im Jahr 2004 9,74 Prozent und stieg in den folgenden Jahren von 10,43 % (2005) auf 10,68 Prozent (2006) bis auf 10,85 % in 2007 an. Zwar gab es nach 2007 zwischen den einzelnen Jahren immer mal wieder Schwankungen bezüglich der Schuldnerquote, die Werte lagen aber durchweg immer um die 9 %. Für das Jahr 2014 konnte für der die Bundesrepublik Deutschland eine durchschnittliche Schuldnerquote von 9,9 % ermittelt werden. 2013 lag diese noch bei 9,81 %.

Der Westen bildet das Schlusslicht

Wie in den vorherigen Jahren gibt es auch für 2014 einen Vergleich der einzelnen Bundesländer. So liegen die höchsten Werte in Bremen bei 13,95 %, in Berlin bei 13,02 %, in Sachsen-Anhalt bei 12,57 Prozent und in Nordrhein-Westfalen bei 11,46 Prozent. Der Westen in der Bundesrepublik Deutschland bildet unter den deutschen Regionen das Schlusslicht, wobei besonderes Augenmerk auf das Ruhrgebiet zu richten ist. Denn hier nimmt der Trend der Überschuldung weiter zu.

Einzelne Landkreise weisen enorme Unterschiede auf

Statistisch erfasst wurden in jedem Jahr auch die einzelnen Landkreise in Deutschland. Für das Jahr 2014 weisen dabei folgende Landkreise die niedrigste Schuldnerquote auf:

  • Eichstätt (3,67 Prozent),
  • Erlangen-Höchstadt (4,76 Prozent),
  • Schweinfurt (4,92 %),
  • Neuburg-Schrobenhausen (5,05 %),
  • Donau-Ries (5,16 Prozent),
  • Straubing-Bogen (5,17 %),
  • Würzburg (5,19 Prozent),
  • Aichach-Friedberg (5,19 Prozent),
  • Neumarkt in der Oberpfalz (5,2 %) und
  • Landsberg am Lech (5,33 %).

Anders sieht es hingegen in Bremerhaven (20,41 Prozent), Pirmasens (18,34 %) und Offenbach am Main (18,04 %) aus.

Über zweihundert Mrd. € Gesamtschulden

Erstaunlich ist hierbei, dass zum Stichtag 1. Oktober 2014 insgesamt 2,56 Mio. Frauen in der BRD überschuldet sind. Dieser Wert ist somit innerhalb eines Jahres um 48.000 angestiegen. In der Summe liegt die Überschuldungsquote der Männer mit 12,61 Prozent allerdings noch immer weit über der der Frauen (7,35 %).
In Summe bedeutet dies eine Gesamtschuldenhöhe von derzeit etwa 217,8 Mrd. Euro. Diese verteilt sich auf circa 6,7 Millionen Bundesbürger über achtzehn Jahren, die entweder nachhaltige Zahlungsstörungen aufweisen oder überschuldet sind. In den folgenden Jahren wird sich zeigen, welche Auswirkungen die getrübten Konjunkturerwartungen auf die Überschuldungssituation in der Bundesrepublik haben werden.

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