Schulden beim Jobcenter

Dass der Jobcenter Geld zurück verlangt ist keine Seltenheit. In einem solchen Fall stellen sich für Betroffene immer gleich mehrere Fragen.

Wie entstehen Schulden beim Jobcenter?

Der Betrag, der Arbeitssuchenden zusteht, berechnet sich aufgrund der Lebensumstände. Wie viele Menschen müssen versorgt werden? Wie sieht die individuelle Situation aus? Übt der Arbeitssuchende einen Nebenjob aus? Das sind nur einige der Angaben, die bei der Antragstellung gemacht und im Laufe der Zeit permanent durch den Arbeitssuchenden aktualisiert werden müssen. Wird eine entsprechende Änderung versäumt und von dem Jobcenter für eine bestimmte Zeit eine zu hohe Summe bezahlt, kann diese zurückgefordert werden.

Stundung der Schulden möglich

Der geschuldete Betrag wird den Betroffenen zumeist in einer Summe mitgeteilt. Das sorgt bei den Betroffenen oft für einen großen Schock. Zunächst sollten Betroffene die Schulden nachvollziehen und sich gegebenenfalls erklären lassen, wie diese entstanden sind. Betroffene oder ein Anwalt sollten dann mit dem Jobcenter darüber verhandeln, wie die Schulden bezahlt werden können. Diese Vereinbarungen müssen dann selbstverständlich auch eingehalten werden. Die Raten werden von der ARGE automatisch von dem Regelsatz abgezogen.

Fallenlassen des Anspruchs

Wenn die ARGE Geld zurück verlangt, gibt es für den Schuldner mehrere Möglichkeiten. Neben der Rückzahlung in Raten kann der Anspruch gegen den Schuldner auch fallengelassen werden. Entsprechend § 44 SGB II kann die ARGE den Anspruch fallenlassen, wenn dadurch die Existenz des betroffenen Schuldners bedroht wäre. Im Ernstfall sollten Schuldner sich an einen Anwalt wenden. Im Ernstfall kann der Anwalt dann auch die Verhandlungen mit dem Jobcenter und gegebenenfalls auch die Gerichtsverhandlung führen.

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