Muss ich die Beerdigung meines Halbbruders bezahlen?

Nicht immer ist klar, wer die Kosten einer Beisetzung zu tragen hat. In der Bundesrepublik muss derjenige, der einen Menschen beerbt, auch dessen Beerdigung bezahlen. Egal ist dabei, wie das Verwandtschaftsverhältnis zu dem Verstorbenen war.
Wenn ein Erblasser nur oder hauptsächlich Schulden hinterlässt, werden Kinder oder andere nächste Verwandte das Erbe in der Regel nicht annehmen. Würden sie das Erbe nicht ausschlagen, müssten diese z. B. auch für die Kosten aufkommen, die durch die Beerdigung entstehen. Schlagen Kinder und Ehegatten das Erbe aus, werden die nächsten Verwandten kontaktiert. Hierzu gehören dann auch Halbgeschwister.
Nehmen bspw. die Halbgeschwister das Erbe an, müssen auch die Kosten für die Beisetzung von diesen getragen werden. Sind jedoch tatsächlich ausschließlich Schulden vorhanden, sollten auch die Halbgeschwister das Erbe ablehnen. Die Frist hierfür beginnt mit der Kenntnisnahme des Todes. Gut ist es in einem solchen Fall zeitnah einen Notar zu kontaktieren.
Obendrein gibt es eine Verpflichtung zur Tragung der Kosten für die Bestattung, die unabhängig vom Erbe ist. So kann die Gemeinde des letzten Wohnortes des Verstorbenen nahe Angehörige zur Übernahme des Begräbnisses auffordern. Hier liegt es dann an den genauen familiären Umständen, ob auch Halbgeschwister zur Bezahlung der Beerdigung herangezogen werden können.

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Beerdigungskosten des Halbbruders – Wer muss diese zahlen?
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